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Mit Heilfasten abnehmen – Erfahrungen und Anleitung

Gesund durch Heilfasten

Anders als das Fasten mit religiösem Hintergrund ist das Heilfasten vorrangig als Beitrag zur Gesundheit anzusehen, der mit einer inneren Reinigung einhergeht. Häufig wird diese Reinigung auch als Entschlackung bezeichnet, da es darum geht, den Körper zu entgiften. Ein positiver Nebeneffekt des Fastens ist eine Reduzierung des Gewichts – obgleich es sich um keine Diät handelt.

Es gibt mehrere Varianten des Heilfastens, unter denen gewählt werden kann. Das Spektrum reicht vom Tee- und Saftfasten über Früchtefasten bis hin zur Schrothkur oder einfaches Wasser. Gleichgültig, welcher Kur man letztlich den Vorzug gibt, es ist in jedem Fall unabdingbar, auf Genussmittel wie Nikotin, Alkohol, Süßigkeiten und Ähnliches zu verzichten.

Voraussetzungen für das gesunde Heilfasten

Jeder, der gern einmal das Heilfasten ausprobieren möchte, aber sich nicht sicher ist, welche Art die richtige ist, sollte sich von Experten beraten lassen. Zu dem Personenkreis, der sich bestens mit richtiger Ernährung und mit Fasten auskennt, zählen Ernährungsberater und Heilpraktiker.

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Immer dann, wenn regelmäßig Medikamente genommen werden müssen und/oder eine chronische Erkrankung vorliegt, gilt es, einen Arzt aufsuchen, der das Okay gibt für die bevorzugte Fastenkur. Denn prinzipiell ist das Heilfasten nur denjenigen zu empfehlen, deren Körper beziehungsweise körperlicher Zustand eine derartige Kur auch verträgt. Zu den Personen, die auf das Heilfasten lieber verzichten sollten, zählen folgende:

  • Kinder
  • Schwangere und Stillende
  • Untergewichtige
  • Krebskranke
  • Herzkranke
  • Personen, die Gerinnungshemmer nehmen müssen
  • alle Menschen mit  Diabetes Typ 1
  • alle Menschen, die unter einer Essstörung leiden

Korrekt ist, dass jegliches Fasten den Köper belastet, da die Selbstreinigung viel Energie fordert. Um sich physisch und psychisch nicht zu überfordern, ist es angebracht, die Fastenzeit des Heilfasten angeleitet durchzuführen – insbesondere dann, wenn noch keinerlei Erfahrungen mit dieser Art des Fastens gesammelt werden konnten. Unter anderem besteht die Möglichkeit, in einer Kureinrichtung oder in einem Hotel unterzukommen, um vor Ort einige Tage lang zu fasten.

In Deutschland und im Ausland gibt es spezielle Fastenhotels, in denen man zumeist zwischen sieben und zehn Tagen betreut kuren kann. Üblicherweise werden in einem derartigen Hotel tägliche Fastengespräche und verschiedene Vorträge über gesunde Ernährung sowie gesundes Abnehmen angeboten. Ein entscheidender Vorteil ist sicherlich, dass man zu Personen Kontakt aufnehmen kann, die sich für die gleiche Fastenkur entschieden haben.

Die unterschiedlichen Arten des Heilfastens

Sehr bekannt ist das Buchinger-Heilfasten, das dem deutschen Arzt Otto Buchinger zu verdanken ist. Die fastenden Personen ernähren sich während der Fastenkur von Säften und Gemüsebrühe, um den Stoffwechsel nicht zu sehr zu beanspruchen. Überdies sollen laut Buchinger Einläufe die Darmreinigung fördern.

Die Franz-Xaver-Mayr-Kur ist ebenfalls eine nach ihrem Erfinder bezeichnete Art des Fastens: Wesentlicher Bestandteil der Kur ist das langsame und gründliche Kauen einer trockenen Semmel, um die erste Verdauungsstufe zu intensivieren. Eine Weiterentwicklung dieser Darmsanierung ist die „Milch-Semmel-Kur“.

Das sogenannte Früchtefasten berücksichtigt die Aufnahme von Obst und Gemüse sowie Kräutern und Nüssen, weshalb diese Fastenzeit oft auch als Basenfasten bezeichnet wird. Fastenkuren, die ohne feste Nahrung auskommen, sind das Saftfasten, das Teefasten und das Molke-Fasten.

Bereits seit dem 19. Jahrhundert gibt es die nach Johann Schroth benannte Schrothkur. Mit zwei bis drei Wochen ist für diese Kur eine relativ lange Zeit einzuplanen, während der Trink- und Trockentage einander abwechseln. Die Schrothkur ist eine Variante des Fastens, die eine mehr oder minder deutliche Gewichtsabnahme mit sich bringt.

Bevor man sich vorschnell für eine dieser Fastenarten entscheidet, gilt es, sich mit den jeweiligen Bedingungen und Abläufen näher zu beschäftigen: Hilfreich sind Artikel in Fachzeitschriften und Artikel in Online-Portalen sowie Beratungsgespräche, die beispielsweise Ökotrophologen und Heilpraktiker anbieten.

Richtig durchgeführt kann die Fastenzeit des Heilfasten das Allgemeinbefinden steigern; deutliche Linderungen haben Menschen zu verzeichnen, die unter allgemeinen Erkrankungen, Hautkrankheiten, Gicht, Rheuma oder Migräne leiden. Die negativen Effekte überwiegen allerdings, wenn wochenlang gefastet wird: Der Herzmuskel wird zu sehr strapaziert. Deshalb sollten Sie unbedingt einen Arzt fragen, ob es ihnen gut tun würde. Nicht das Sie später sich als Patient eintragen müssen, das verfehlt klar das Ziel.

Das passiert während des Heilfastens

Grob lässt sich das Heilfasten in drei Phasen untergliedern:

  • 1. Anfasten (auch Entlastungsphase genannt)
  • 2. das eigentliche Fasten (die Entschlackungsphase)
  • 3. Abfasten (die sogenannte Aufbauphase)List item

Jegliches Fasten beginnt mit einer allmählichen Umstellung der Ernährung, damit der Körper und die Psyche nicht überfordert werden. Die Vorbereitung auf den Verzicht zumeist fester Nahrung geschieht, indem zunächst einmal der Magen-Darm-Trakt beispielsweise mittels Glaubersalz geleert wird. Jegliche Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Koffein sind tabu.

Eine wesentlich erhöhte Flüssigkeitszufuhr bewirkt das Ausschwemmen von Schadstoffen: Der Darm wird gereinigt, und das Fasten bewirkt, dass es keine neuen Stoffwechselabfälle gibt. Da der Organismus des Fastenden keinerlei Energie mehr für Reinigungsprozesse aufwenden muss, kann er sich voll und ganz der Beseitigung der vorhandenen schädlichen Stoffe widmen. Wie viele Tage das Heilfasten durchgeführt wird, ist nicht zuletzt abhängig zu machen von der körperlichen Konstitution.

Ebenso wie der Körper langsam an das Fasten zu gewöhnen ist, ist er Schritt für Schritt wieder zu entwöhnen. Das heißt, die Verdauungssäfte müssen nach und nach wieder aktiviert werden. Dies geschieht vorzugsweise durch das Essen geringer Mengen leicht verdaulicher Nahrungsmittel wie zum Beispiel etwas Obst.

Gutes Kauen ist die Voraussetzung für eine gut funktionierende Verdauung. Die Phase des Abfastens ist beendet, sobald der Organismus wie gewohnt funktioniert (samt der Verdauung fester Nahrung). Wie lange die positiven Effekte, die das Fasten mit sich bringt, vorhalten, entscheidet jeder selbst.

Ausschlaggebend sind die Menge an Schadstoffen sowie das Maß an Bewegung: Je mehr man sich bewegt und je weniger Schadstoffe (auch durch Stress) man seinem Körper zumutet, umso länger kann man vom Heilfasten profitieren.

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Gleiches gilt für die Gewichtsabnahme, die dem Fasten beziehungsweise Heilfasten zu verdanken ist: Sobald der Lebensstil wieder eine unbewusste und ungesunde Form annimmt, ist mit einer steten Gewichtszunahme zu rechnen. Fasten kann mithin als Ausgangspunkt für eine gesündere Lebensweise genutzt werden, wenn man sich auch nach dem Fasten an einige die Gesundheit fördernde Regeln hält, die beispielsweise viel Bewegung und den weitestgehenden Verzicht auf Genussmitteln betreffen.

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