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Welcher Arzt hilft bei Übergewicht?

Übergewicht oder Adipositas belastet den Organismus und wirken sich maßgeblich negativ auf die Gesundheit aus. Das Übergewicht wird in unterschiedliche Grade eingeteilt und führt auf die Ernährung und die Lebensweise zurück. Wer unter Adipositas leidet, lässt sich von seinem Hausarzt untersuchen, um genetische oder krankhafte Ursachen auszuschließen. Im besten Fall verfügt der Arzt über die Zusatzqualifikation als Ernährungsspezialist. So kann er durch eine Therapie für den Patienten eine dauerhafte Verbesserung hin zum Normalgewicht erreichen.

Was ist Adipositas?

Adipositas ist die Abweichung vom Normalgewicht durch zu viel Körpermasse und einen zu hohen Fettanteil. Wenn diese Abweichung ein Ausmaß erreicht, steigt mit der Adipositas das Risiko von Erkrankungen. Studien haben herausgefunden, dass starkes Übergewicht nicht nur die Lebensqualität mindert, sondern auch die Lebenserwartung senken kann. Am besten finden Patienten heraus, ob sie Idealgewicht haben, indem sie ihren Body-Maß-Index kurz BMI berechnen. Dieser setzt das Idealgewicht beziehungsweise das aktuelle Gewicht zur Körpergröße ins Verhältnis.

  • Bei einem BMI ab 25 sprechen die Fachärzte von Adipositas.
  • Ab 30 handelt es sich um die Adipositas Grad 1 und
  • ab 35 um Adipositas Grad 2.
  • Alle Werte über 40 liegen erreichen den Grad 3 und bedürfen einer dringenden Behandlung durch einen Facharzt.

Es gibt Ärzte, die sich auf Patienten mit Adipositas spezialisiert haben. Nach einer Behandlung misst der Arzt den Fettanteil, der bei Frauen bei einem bestehenden Übergewicht ab 20 % beginnt und bei Männern ab 30 % Fettanteil. Gerade in den Industrieländern hat der Anteil an Patienten, die unter Adipositas leiden, zugenommen. In diesem Maße steigt die Nachfrage nach Spezialisten und es ergeben sich diverse Stellenangebote in der Allgemeinmedizin, die in den Anforderungen Adipositas als ein Spezialgebiet führen.

Was sind die Ursachen für Adipositas?

Nach der Behandlung geht es darum, die Ursachen für das Übergewicht herauszufinden. So unterscheidet sich die primäre Adipositas von der sekundären Adipositas. Letztere ist eine Erkrankung des Hormonsystems ausgelöst durch Wechselwirkungen und Störungen im Körper sowie medikamentös bedingte Erkrankungen. Bei der primären Adipositas bestehen genetische Ursachen, aber auch eine Fehlernährung und eine ungünstige Lebensweise sowie psychische Ursachen.

In den meisten Fällen herrscht ein Ungleichgewicht von Energieverbrauch und Energiezufuhr. Die Menschen nehmen mehr Energie durch Lebensmittel auf als sie verbrennen. Über die Jahre hinweg kann sich aus einem leichten Übergewicht Adipositas entwickeln. Mittlerweile handelt es sich um ein Problem, das nicht nur Erwachsene und ältere Menschen befällt, sondern auch Kinder und Jugendliche. So beginnt die Vermehrung der Fettzellen meist im frühen Kindesalter. Es gibt bestimmte genetische Merkmale, die eine spätere Adipositas begünstigen.

Welche Risiken bringt das Übergewicht mit?

Adipositas kann die Lebensqualität der Patienten entscheidend einschränken und wirkt sich maßgeblich negativ auf die Atmung und die Leistungsfähigkeit auf. Der Körper ist nicht mehr in der Lage, so viel zu leisten wie unter Idealgewicht. Bei einer Überbeanspruchung oder Belastung kommt es häufiger zu Schmerzen in den Gelenken und in der Wirbelsäule sowie zu einer erhöhten Neigung zum Schwitzen. Nicht zu vernachlässigen sind die psychischen Aspekte der Patienten, die sich mit starkem Übergewicht weniger wertvoll und weniger toleriert in der Gesellschaft fühlen. Aus diesem Grund wird nicht immer nur ein Allgemeinmediziner zur Behandlung hinzugezogen. Viele Betroffene besuchen regelmäßig einem Psychologen.

Bluthochdruck, Diabetes, Herz und Gefäßerkrankungen und Fettstoffwechselstörungen gehören zu den häufigsten Folgeerkrankungen nach jahrelanger Adipositas. Studien zufolge soll das Krebsrisiko ansteigen ebenso wie die Gefahr an Gallensteinen zu erkranken oder von Schlafapnoen.

Welche Ärzte helfen bei Adipositas?

Ist ein Patient betroffen, geht der erste Weg zum Hausarzt, um sich untersuchen zu lassen. Zumeist sind die Internisten die Ansprechpartner, die eine langfristige Therapie und Behandlung bei der Adipositas einleiten. Im besten Fall haben die Ärzte die Zusatzqualifikation als Ernährungsspezialist oder als Ernährungsberater. Demnach ist es empfehlenswert, nach dem BMI den Grad der Adipositas einzuschätzen.

Die Ärzte untersuchen die kardiovaskulären Risikofaktoren und ordnen den Patienten in einem Fettverteilungstypen zu. Es ist die Aufgabe der Behandlung, hormonelle Ursachen abzuklären und die Bewegung und Aktivitätsgewohnheiten zu untersuchen. In den meisten Fällen ist eine langfristige Therapie angesagt, der Patient muss sich grundlegend in seinem Leben umstellen. Abgestimmte Bewegungsmuster, die zum aktuellen Körpergewicht passen, ebenso wie ein Ernährungsplan werden gemeinsam mit dem Arzt oder mit einem Ernährungsspezialisten erstellt.

Wenn der Patient über die gesamte Zeit der Behandlung begleitet wird, steigen die Chancen, auf lange Sicht in den normalen Gewichtsbereich zu kommen. Vorher muss unbedingt ein Facharzt krankhafte Ursachen, wie zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse und hormonelle Ursachen durch Tests und Untersuchungen ausschließen. Häufig ist nicht nur die Lebensweise oder Ernährung verantwortlich für die Adipositas. Sie spielt aber eine ausschlaggebende Rolle und bedarf einer nachhaltigen und dauerhaften Umstellung, wenn es um das Leben der betroffenen Patienten geht.

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