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Wie sich das Essverhalten während Corona verändert hat

Die Corona-Pandemie hat nicht nur Auswirkungen auf das gesamte Umfeld, wie Arbeit, Kinderbetreuung, Bildung, Import oder Export gehabt- und hat sie immer noch- sondern auch auf das Essverhalten der Menschen in Deutschland. Vielleicht haben Sie einige der nachfolgenden Verhaltensweisen sogar selbst an sich beobachtet? Was genau hatte der Lockdown im März für weitreichende Folgen auf das Essverhalten der Menschen in Deutschland? Genau diese Fragen versucht der nachfolgende Text zu beantworten.

Lockdown- alte Gewohnheiten werden unfreiwillig aufgebrochen

Vor allem in der Zeit des Lockdowns, als Kneipen, Restaurants, Schulen und KiTas geschlossen hatten, waren möglicherweise auch Sie und Ihre Familie entweder auf den heimischen Herd oder die umliegenden Lieferservice zurückgeworfen. Dass das Essverhalten sich in Corona verändert hat, bzw. verändert, haben schon einige Untersuchungen bestätigt. Um hier einen angemessenen Überblick liefern zu können, sollten Sie einen Blick auf die nachfolgende Grafik werfen. Dort werden die wichtigsten Veränderungen kurz erklärt.

Der Lockdown zwang also Sie und Ihre Mitmenschen, sich eher in den eigenen vier Wänden aufzuhalten, hinzu kam oftmals noch die Betreuung der Schul- oder Kindergartenkinder. Zudem gingen sehr viele Unternehmen ins Homeoffice, um die Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu bewahren und das Geschäft am Laufen zu halten. Somit fielen also komplette Arbeitswege, bzw. auch Fußwege zur KiTa, der Schule usw. komplett weg. Lediglich der Gang zum Supermarkt war ein gewisses Ritual, welches eingehalten werden konnte.

Infografik über unser Essverhalten während der Corona-Krise
Für die ganze Infografik das Vorschaubild klicken (via Quelle)

Rückbesinnung auf frisch Gekochtes

Sicherlich ist es Ihnen schon im Supermarkt während des Lockdowns aufgefallen- besonders Hefe und Mehl schienen während der ersten Krisenwochen überaus gefragt zu sein- scheinbar neigten die Menschen im Lockdown dazu, vermehrt frisch zu Kochen und zu Backen. Sicherlich, Menschen, die schon gerne vor dem Virus gekocht hatten, fanden im Lockdown nun mehr Zeit- schließlich war man im Homeoffice- und konnte mit der Familie bewusster Essen und Frühstücken.

Möglicherweise haben Sie in diesem Zusammenhang auch deutlich mehr Zeit am Esstisch verbracht? Sich morgens mit den Kindern mehr Zeit fürs Frühstück genommen? In Befragungen gaben sehr viele Mütter und Väter an, die Zeit, die durch den Lockdown mit der Familie entstand, bewusst genossen zu haben. Vielleicht haben Sie ja sogar ein paar neue Rezepte ausprobiert oder sich endlich an den Kuchen gewagt, den Sie schon so lange backen wollten? Selbstverständlich war auch das Gegenteil der Fall: wer nicht so gerne kocht- und möglicherweise alleine lebt, wich während des Lockdowns eher auf Lieferdienste aus.

Lieferdienste feiern Hochkonjunktur

Klar- statt großartig den Kochlöffel zu schwingen, war (und ist) es häufig einfacher, bequemer und sogar schneller, einfach sein Lieblingsgericht online zu bestellen und es sich liefern zu lassen. Auch während des Lockdowns wurden Lieferdienste vermehrt genutzt. Zum einen vielleicht aus Bequemlichkeit, aber auch, weil die Menschen sich in den ersten Wochen des Lockdowns wirklich vermehrt drinnen in den eigenen vier Wänden aufgehalten und das Einkaufen vermieden haben. Möglicherweise haben Sie dieses Verhalten rückblickend selbst bei Ihnen beobachtet? Auch das Homeoffice bot die günstige Gelegenheit, sich schnell etwas zu bestellen.

Kein Sport und ungesunde Ernährung

Dies hängt mit den Lieferdiensten, aber auch dem Lockdown zusammen, weil die komplette Tagesstruktur binnen weniger Tage umgeworfen wurde. Haben Sie sich zum Beispiel einmal bewusst angeschaut, was Sie etwa im Homeoffice gegessen haben? Hier wurde nämlich von diversen Ernährungswissenschaftlern beobachtet, dass sich das Essverhalten im Homeoffice ggf. verändert hat, besonders dann, wenn Sie zum Beispiel vorher im Büro oder während der Mittagspause auswärts oder in der Kantine gegessen haben.

Gerade im Homeoffice neigt man dazu, sich eher ungesund zu ernähren- die Küche ist schließlich schnell in Reichweite, die Wege sind kurz, der Kühlschrank im besten Falle gut gefüllt. Laufwege, wie Sie sie vorher hatten, fielen während des Lockdowns weg, da auch Ihr Lieblingsrestaurant geschlossen hatte. Ein weiterer Nachteil ergab sich durch geschlossene Fitnessstudios, Fitnesskurse, geschlossene Schwimmbäder und Sporthallen- wenn Sie in einem Fitnessstudio angemeldet sind, werden Sie in der Lockdown-Zeit weniger Sport betrieben haben- auch diese fehlende Bewegung wirkt sich auf das Essverhalten und möglicherweise auch eine Gewichtszunahme aus.

Fazit

Es ist auf jeden Fall interessant und spannend, was eine Krise, bzw. ein Lockdown mit der Ernährungsweise von Menschen machen und beeinflussen kann. Besonders das Kochen Zuhause hatte einen erhöhten Stellenwert in dieser Phase angenommen, da entweder passionierte Köche Zuhause wie „normal“ auch gekocht haben oder Kochmuffel auch den Kochlöffel geschwungen haben.

Hinzu kamen die Auswirkungen geschlossener Restaurants, wodurch das Geschäft mit dem Lieferservice gut anlief, bzw. die Zahlen sogar anstiegen. Sehr häufig bestellten Singles oder auch Pärchen beim Lieferservice, vielleicht haben Sie auch selbst den Lieferservice in Anspruch genommen. Ein weiterer Faktor stellten geschlossene Fitnessstudios dar, die erst seit einigen Wochen wieder geöffnet haben und gerade in Kombination mit ungesundem Essen dafür sorgten, dass viele Menschen einen kleinen „Corona-Bauch“ bekommen haben.

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