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Heißhunger-Attacken: Was man wirklich dagegen tun kann
Heißhunger-Attacken: Was man wirklich dagegen tun kann

Heißhunger-Attacken: Was man wirklich dagegen tun kann

Den unbändigen Drang nach Süßem, Salzigem oder Fettigem kennt jeder. Kaum jemand kann behaupten, in seinem Leben noch keine Heißhunger-Attacke gehabt zu haben. Das heißt jedoch nicht, dass man ihr immer nachgeben muss. In vielen Fällen handelt es sich bei Heißhunger um ein harmloses Signal des Körpers.

Zu lange Essenspausen, wenig energiereiche Mahlzeiten, aber auch Schlafmangel und geistige Anstrengung können der Grund für unsere Gier nach bestimmten Nahrungsmitteln sein. Treten solchen Hungergefühle ständig auf, kann dies ein Hinweis auf eine Stoffwechsel- oder andere Erkrankung sein und sollte mit einem Arzt besprochen werden. Für alle anderen geben wir hier hilfreiche Tipps, wie man Heißhunger-Attacken endgültig den Kampf ansagen kann.

Wer eine Crash-Diät machen möchte, sollte sich darüber bewusst sein, dass er die Energiebilanz seines Körpers drastisch herunterfahren muss. Aus ärztlicher Sicht eignen sich solche strikten Diäten nicht um dauerhaft Gewicht zu verlieren. Stattdessen lautet die Empfehlung der Experten, auf eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Mahlzeiten und ausreichend Bewegung zu setzen. Doch auch eine gesunde Ernährung ist keine Garantie, von Heißhunger verschont zu bleiben. Um der unbändigen Lust auf Schokolade, Chips und Co. nicht nachgeben zu müssen, haben wir wertvolle Tipps zusammengetragen.

So kann die Auswahl an Lebensmitteln Heißhunger verhindern

Abnehmen basiert auf einem einfachen Prinzip: Weniger Energie zu sich zu nehmen als man verbraucht. Maßgeblich hierfür ist der Gesamtumsatz. Dieser setzt sich aus dem Grundumsatz (der Kalorienmenge, die der Körper zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen braucht) und dem Leistungsumsatz (der zusätzlichen Energiemenge, die bei körperlicher Aktivität benötigt wird) zusammen. Um dauerhaft Gewicht verlieren zu können, sollte die tägliche Kalorienzufuhr oberhalb des Grundumsatzes, jedoch unterhalb des Gesamtumsatzes liegen. Wissenschaftler empfehlen ein Kaloriendefizit von 300 bis 500 Kalorien pro Tag. Wie lässt sich dadurch Heißhunger stoppen? Mit fest eingeplanten Refeed-Days. An diesen kann die Produktion der für gesundes Abnehmen wichtigen Hormone Leptin bzw. Ghrelin gezielt angeregt werden.

Ein optimaler Ernährungsplan enthält alle Bausteine, die unser Körper braucht. Dabei spielt die Zusammensetzung der drei Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Proteine eine entscheidende Rolle. Vor allem die Frage „Wie viel Fett sollte man am Tag zu sich nehmen?“ sorgt immer wieder für kontroverse Diskussionen. Entscheidend ist sowohl die Menge als auch die Quelle, aus welcher das Fett stammt. Mit dem notwendigen Hintergrundwissen an der Hand kann man mit bestimmten Fetten zum Beispiel den Stoffwechsel ankurbeln und von weiteren gesundheitlichen Vorteilen profitieren.

Unsere 3 Geheim-Tipps gegen Heißhunger-Attacken

Ob Zähneputzen, ein Glas Wasser trinken oder Kaugummikauen – Tipps gegen Heißhunger gibt es viele. Diese mögen für den Moment ganz gut helfen – aber nur mit langfristigen Strategien kann man wieder Herr über seinen Körper werden. Wir zeigen 3 Möglichkeiten, wie das gelingen kann.

  1. Negative Emotionen zu Lebensmitteln aufbauen:

Verbindet man ungesunde und bei Heißhunger bevorzugte Lebensmittel mit negativen Emotionen oder unappetitlichen Bildern, kann das viel bewirken.

Wie wäre es, sich vorzustellen, dass die Schokolade, die man jetzt gerne essen würde, schon Schimmel angesetzt hat und unappetitlich riecht? Oder dass das Gummibärchen vorher auf den schmutzigen Boden gefallen ist. Es gibt viele Möglichkeiten, das Gehirn auszutricksen.

  1. Natürliche Appetitzügler essen:

Appetitzügler können Heißhunger-Attacken zwar hemmen, stehen allerdings im Verdacht, langfristig eher negative Auswirkungen zu haben. Besser ist es, auf natürliche Appetitzügler zurückzugreifen. In stecken viele Inhaltsstoffe, die den Blutzucker stabilisieren, für Sättigung sorgen und die Lust auf Nascheieren mindern können.

Appetithemmend sind zum Beispiel Nüsse (vor allem Mandeln), Kartoffeln, Kaffee (Vorsichtig mit Milch und Zucker sein!), Grüner Tee, Ingwer, Avocados, Äpfel und dunkle Schokolade (Kakaoanteil über 70 %). Auch in Lachs, Magermilch, Haferflocken, Tomaten, Salat und Spirulina Alge stecken viele hilfreiche Inhaltsstoffe.

  1. Stress und Langeweile meiden:

Unser Körper signalisiert uns mit einem deutlichen Hungergefühl, dass er Energie benötigt. Neben körperlichem Hunger ist jedoch auch emotionaler Hunger weit verbreitet. Ob Langeweile, Stress oder Traurigkeit – negative Emotionen versuchen wir oft mit Essen zu bekämpfen. Die Grundlagen hierfür werden bereits in der Kindheit gelegt.

Eltern, die ihre Kinder mit einem Eis belohnen oder ihnen einen Lolli als Trost geben, meinen es nur gut. Aber unbewusst verankert sich in uns das Gefühl, dass es hilft, sich mit einem Stück Kuchen zu belohnen oder sich bei Liebeskummer mit einem großen Eisbecher zu trösten. Emotionales Essen kann uns niemals satt machen, so dass man häufig größere Mengen isst als dem Körper langfristig gut tun.

Bevor man zur Tafel Schokolade greift oder die Chipstüte öffnet, sollte man sich also fragen, aus welchem Grund man jetzt essen möchte. Langeweile? Stress? Traurigkeit? Anstatt die Emotion mit Essen zu kompensieren, kann man sich ablenken und beispielsweise einen Freund anrufen. Oder man geht eine Runde spazieren. Es kommt darauf an, das alte Verhaltensmuster bewusst aufzubrechen und den Trigger zu stoppen. Als besonders hilfreich haben sich in solchen Situationen Bewegung und Meditation bzw. Entspannung erwiesen.

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